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Alle deine Freunde...

"Es ist ja so schrecklich!" schluchzte er und starrte auf den großen Sarg.
"Sie war doch noch so jung! Einfach schrecklich!" stöhnte sie und schüttelte den Kopf.
"Und dabei hab ich sie doch so gern gemocht!" sagte Natalie heulend.
Der Pfarrer klappte das Buch zu, warf einen letzten Blick auf die Leiche und wandte sich ab.
Langsam löste sich die Trauergemeinde auf, nur vier Jugendliche blieben stehen.
"Sie war immer die witzigste von allen." Die anderen nickten zustimmend.
"Und wie toll sie aussah! Wie hab ich sie um ihre blonden Haare beneidet!"
"Ja, sie hatte dieses gewisse Etwas." "Ihre Ausstrahlung erst! Immer gut drauf!"
Melissa holte ein Taschentuch raus und tupfte sich damit die Tränen ab.
"Ich hab sie wirklich gerne gemocht. Wir waren so gute Freunde. Und jetzt..."
"Ja, und jetzt liegt sie hier. Ich hätte niemals gedacht, das so was passiert."
"Zwei Monate vor dem Schulabschluss. Unglaublich." Sie schüttelte wieder den Kopf.
"Sie wollte unbedingt nach New York und ein Filmstar werden. Erinnert ihr euch?"
"Aber natürlich! Sie war der totale Julia Roberts Fan. Sie hat all ihre Filme gesehen."
"Ja, das hat sie." Eine Weile schwiegen sie. Dann machten sie sich langsam auf den Weg zurück. Und während sie durch die langen Grabsteinreihen gingen, fragte Melissa plötzlich: "Warum, glaubt ihr, hat sie sich vor einen Zug gestürzt?"

Weil, liebste Melissa, ich mein Leben hasste. Weil ich es SCHRECKLICH fand. Weil Natalie mich behandelt hat, wie den letzten Dreck. Weil ihr mich nie zu Wort kommen ließt und ich nie die Chance hatte, euch zum lachen zu bringen. Weil ich fett war, Pickel hatte und die Jungen sich über meine Klamotten kaputt lachten. Weil ich bei jeder Kleinigkeit heulen musste, verlernt hatte zu lächeln. Weil ich beim Schultheater nicht mitspielen dürfte, da ich null Ausstrahlung hatte. Weil die einzigen guten Freunde, die ich jemals hatte, kleine bunte Tabletten waren. Weil ich nicht nach New York wollte um Filmstar zu werden, sondern Ärztin. Weil ich Julia Roberts langweilig fand und Marilyn Monroe verehrte.
Genau deswegen habe ich mich vor 3 Tagen vor einen Zug geworfen. Ich stand in der Dunkelheit, vollkommen allein, weil ihr mich nicht zu eurer Party einladen wolltet. Ich hätte ja die coolen Leute abschrecken können. Ich sah die Lichter auf mich zu kommen, versuchte einen Grund zu finden, es nicht zu tun. Vergeblich. Also tat ich das einzige, was ich konnte.
Ich hielt die Klappe, legte mich aufs Gleis und lies mich überfahren...Von euch, von der Schule, vom Leben, vom Zug...Und das letzte hatte die Kraft, mich zu erlösen. Nein, ganz erlöst bin ich noch nicht. Weil ich gezwungen bin, eure Lügen zu hören, eure falschen Tränen zu sehen und euer vorgeheucheltes Mitleid zu spüren. Hört auf! Denk wenigstens nach meinem Tod einmal an MICH und brecht eure Schauspielerei ab! Danke!
Eure geliebte Freundin Carrie

P.S. Ach übrigens, Natalie! Meine Haare sind braun!

Mit welchem Recht?

Ich gebe den Gedanken Flügel und schicke sie auf Reisen, um Menschen zum Nachdenken zu bewegen und ihnen Trost zu geben. Doch sind sie bereit dafür? Werden sie jemals verstehen, was ich ihnen zu sagen habe? Meine Welt wird beherrscht von Gefühlen. Die meisten Menschen verstecken sie, aus Angst sich lächerlich zu machen.

Warum wird dem Jungen eingebleut:„ Du darfst nicht weinen.“ Wer gibt ihnen das Recht dazu?
Warum wird dem Mädchen ständig vorgehalten: „Du mußt eine vorbildliche Ehefrau sein?

So erreicht man stets das Gegenteil. Ein Mann denkt, mit Gewalt und lautem Geschrei beherrscht er die Welt. Die Frau? Aus ihr wird ein höriges Wesen oder eine Emanze. So werden uralte Sitten weitergegeben von Generation zu Generation. Alle verfangen sich in einem Spinnennetz und können sich nicht mehr befreien. Solange das Kind noch Kind ist, bewahrt es sich die Wahrheit und spricht sie auch aus. Aber fängt für sie der Ernst des Lebens an, hat der Ellenbogenkampf begonnen.

Mensch, du betrügt dich ständig selbst und findest aus deiner Gefangenschaft keinen Ausweg mehr.

Wenn jetzt zu dieser Stunde ein Ufo landen würde, welcher Gefahr wären die Insassen wohl ausgesetzt. Millionenweise Militär rückte heran, Medizin und Forschung spielten sich auf, Blitzgewitterfotografen fielen wie ein hungriger Mückenschwarm über sie her. Mit welchem Recht?

Mensch, vergiß nicht, du bist nur Gast auf diesem Planet; nicht mehr und nicht weniger. Aber dein Benehmen kommt einer tausend Mann starken Räuberbande gleich.

Über Millionen von Jahren, denkst du, hast du dich fortschrittlich entwickelt. Denk mal ernsthaft nach. Bist du nicht in Wirklichkeit keinen Schritt vorwärts gekommen? Entwickelt hast du nur um dich herum, um dein Gastdasein so bequem wie möglich erscheinen zu lassen und dein Hiersein zu verlängern. Spitz mal deine Ohren und schärfe deine Sinne, dann wirst du erkennen, das sich dein Gastgeber bereits zur Wehr setzt.

Dein Dornröschenschlaf ist beendet!






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